Mops

Der Ursprung des Mops als Rasse ist nicht eindeutig zu ermitteln. Experten sind sich wohl nur darüber einig, dass diese Rasse ursprünglich aus Asien stammt beziehungsweise in China beheimatet ist. In China wurden bereits seit weit über 2000 Jahren derartige kleine Hunde mit kurzhaarigem Fell, verkürztem Fang sowie verhältnismäßig großen Köpfen gezüchtet. Hierbei handelte es sich noch nicht um Möpse der heutigen Art, jedoch mit Sicherheit um ihre Vorfahren, da während des 9. Jahrhunderts in China ein Hund als Mops bezeichnet wurde, welcher den Namen Lo-chi-ang-sze beziehungsweise Lo-sze trug. Diesen Namen trug er mindestens bis in das Jahr 1914.

Die Existenz dieser Rasse innerhalb der westlichen Länder ist bereits seit 1425 auch mittels Zeichnungen wie beispielsweise von Pisanello belegt. Ungefähr einhundert Jahre danach spielen Möpse innerhalb der italienischen „Commedia dell´Arte“ wichtige Rollen. Ausgestattet mit einem Zweispitz und plissiertem Kragen führten sie Kunststückchen vor. Einem speziellen Charakter dieser Theaterstücke, welcher stets eine schwarze Maske wie auch Kappe trug, verdankt der damalige Mops die französische Bezeichnung „Carlin“. Die Engländer nannten den Mops später „Pug„, allein in den Niederlanden sowie in Deutschland ist er als „Mopshond“ beziehungsweise „Mops“ bekannt.

Der damalige Mops war ein Luxusgeschöpf und wurde an Fürstenhöfen gehalten. So soll zum Beispiel ein Mops mit Namen „Pompey“ im Jahr 1570 dem Oranierprinz mit seinem aufgeregten Bellen das Leben gerettet haben, als ein Mordanschlag auf ihn verübt werden sollte. Die Rasse hatte danach während des 18. Jahrhunderts ihre Blütezeit. Die Kunstrichtung „Chinoiserie“ war derzeit äußerst beliebt, sodass an fast keinem Fürstenhof der exotische China-Import fehlte. Speziell aus dieser Zeit finden sich auch heutzutage noch unzählige Darstellungen des Mopses. Ob modelliert, gegossen oder gemalt, der Kult um diese Rasse trieb selbst auf Pfeifenköpfen, Porzellan und Bonbonnieren in Gold sowie Silber seine Blüten.

Die folgende Revolutionszeit überstand die Rasse noch halbwegs unbeschadet, jedoch begann danach der Niedergang des Mops. Etwa 1850 war bereits in England keinerlei Mops mehr für die Queen zu bekommen. Der Umstand, dass der Mops als Hundekarikatur von alleinstehenden Damen in Biedermeier-Stübchen mit Süßigkeiten gefüttert wurde, trug wesentlich zu der traurigen Entwicklung bei. Somit war der Mops bereits um 1899 fast gänzlich verschwunden. Das Überleben der Möpse ist in erster Linie England anzurechnen. Mr. Morrison sowie Lord und Lady Willoughby hielten der Rasse die Treue und belebten sie mithilfe diverser Importe aus den Niederlanden, Russland sowie später auch aus China.

Obwohl der Mops über ein praktikables kurzes Fell verfügt, verlieren sie wesentlich mehr Haare als zu erwarten ist. Während das Fell wechselt, sollte es deshalb mindestens einmal in der Woche mithilfe eines Noppenhandschuhs (alternativ weiche Bürste) gründlich gebürstet werden. So wird zudem die Durchblutung aktiviert und abgestorbene Hautschuppen mühelos mit entsorgt. Hat sich der Mops beispielsweise durch Matsch gewühlt, kann er ganz einfach abgeduscht werden. Diese Prozedur sollte allerdings nicht zu oft vorgenommen werden, da sich die naturgegebene Wasser abweisende Schutzschicht im Fell sonst auflöst. Anschließendes Trockenrubbeln muss sein, damit keine Erkältung folgt.

Futter selbst zubereitet, ob als Gekochtes oder als Rohfütterung, schmeckt jedem Mops. Allerdings sollten die Nährstoffe optimal zusammengestellt sein, damit keinerlei Mängel auftreten. Premium-Fertigfutter ohne jegliche Farbstoffe und Geschmacksverstärker ist eine optimale Alternative. Wobei nicht immer das Futter auf hohem Preisniveau auch die beste Qualität bietet. Beim Mops sollte zudem stets auf eine angemessene Menge geachtet werden, da Möpse immer Hunger haben. Da der Mops einen fröhlichen und liebenswerten Charakter besitzt sowie ein exzellenter Familien- und Begleithund ist, kann er zum Beispiel auch zu gemäßigten sportlichen Betätigungen der ideale Partner sein, da er wesentlich ausdauernder ist, als er erscheint. Nach einem langen Tag ist ein Mops sehr anschmiegsam und dient schon einmal mit Vorliebe als Fußwärmer 🙂

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Hundepflege

Bereits in der Steinzeit begannen die Vorfahren unserer Hunde, sich in der Nähe der Menschen aufzuhalten und auch umgekehrt nahm man deren Nutzen wahr. Der Mensch begann, den  Hund nach seinen Vorstellungen und Bedürfnissen zu formen. Heraus kamen unzählige Rassen mit den verschiedensten Merkmalen. Doch eines haben alle Arten gemeinsam: Sie sind seit Jahrtausenden die besten Freunde des Menschen. Da ist es selbstverständlich, seinem Liebling etwas Gutes zu tun.

Wellness für Hunde heißt, sein Tier in allen wichtigen Lebensbereichen optimal zu versorgen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei zunächst die Ernährung. Eine hochwertige und auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmte Hundenahrung fördert ein gesundes und langes Leben. Achten Sie vor allem auf Qualität und die Zusammensetzung des Futters. Zutaten wie Zucker, Salz oder chemische Zusatzstoffe tragen nicht gerade zum Wohlbefinden des Hundes bei. Grundsätzlich erhält der Hund durch ein artgerechtes, handelsübliches Futter ausreichend Vitamine und Mineralien, wie Kalzium oder Magnesium, sowie Spurenelemente, wie Jod oder Eisen. Bestimmte Umwelteinflüsse oder Krankheiten machen jedoch manchmal eine Nahrungsergänzung notwendig. Ebenso müssen Hundehalter bei der selbständigen Herstellung von Hundenahrung oftmals auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen und diese in der richtigen Menge dem Futter beimischen. Aufgrund der Komplexität dieses Themas sollten Sie zum Wohle Ihres Hundes einen Tierarzt oder Fachberater zu Rate ziehen, da nicht nur eine Unterversorgung sondern auch ein Übermaß eben dieser Nahrungsergänzungsstoffe dem Tier schaden kann. An dieser Stelle sei auch auf die Wichtigkeit einer regelmäßigen Entwurmung hingewiesen. Nur ein gesunder, entwurmter Hund kann die Nährstoffe des angebotenen Futters optimal verwerten.

Die Auswahl der richtigen Hundenahrung steht immer auch in Zusammenhang mit der Zahnpflege des Hundes. Kräftige, gesunde Zähne fördern das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners und unterstützen auch langfristig die Tiergesundheit. Wellness bedeutet hier Pflege für die Zähne in Form von regelmäßigen Zahnsteinkontrollen, der Gabe von zahnpflegenden Kauknochen und einer gesunden Ernährung. Falls Ihr Hund es sich gefallen lässt, können Sie ihm auch mit einer speziellen Zahnpasta die Zähne putzen.

Die Haut stellt das größte Organ des Menschen dar. Berührungen und Massagen der Haut empfinden wir als besonders wohltuend. Auch für Ihren Hund bedeutet Fellpflege mehr als nur das übliche Baden und Bürsten. Neben der Förderung der Gesundheit Ihres Tieres bietet die Fellpflege zahlreiche Kontaktmöglichkeiten zwischen Hundebesitzer und Tier. Positive Erlebnisse, wie etwa eine ausgiebige Massage, fördern die Bindung des Tieres an seinen Halter und regen die Durchblutung der Haut sowie die wichtige Talgförderung an. Ein glänzendes Fell ist immer ein gutes Zeichen für einen gesunden, sich wohl fühlenden Hund. Heutzutage stehen für jede Hunderasse, egal ob langes, krauses oder kurzes Haar, verschiedene Shampoos und Pflegeprodukte zur Auswahl. Wenn Sie Ihren Hund baden, sollten Sie in jedem Fall auf milde, rückfettende Substanzen im entsprechenden Pflegeprodukt achten.

Auch regelmäßiges Bürsten und Kämmen sollten in den Hundealltag integriert werden. Besonders wenn der Fellwechsel ansteht, muss das Hundehaar von alten Haaren und Verfilzungen freigehalten werden, um einen Parasitenbefall zu vermeiden. Vor allem sensible Bereiche wie Ohren, Augen und Pfoten einschließlich der Krallen bedürfen Ihrer Aufmerksamkeit. Fremdkörper, zu lange Krallen oder Haare im Augenbereich können das Wohlbefinden des Hundes erheblich beeinträchtigen. Bei bestimmten Hunderassen muss das Fell getrimmt werden, da der natürliche Fellwechsel nicht mehr stattfindet. Hierbei werden mittels eines speziellen Trimmmessers oder durch Auszupfen mit der Hand überschüssige Haare aus dem Fell entfernt. Bei einem Parasitenbefall der Haut sollte in Absprache mit dem Tierarzt auf geeignete Mittel zur Schädlingsbekämpfung zurückgegriffen werden. Nichts ist schlimmer für einen Hund als ein ewig juckendes Fell. Zudem kann es zu gefährlichen Entzündungen kommen. Bei einem Hund mit anspruchsvollem Fell macht ggf. der Besuch eines professionellen Hundesalons Sinn. Achten Sie auf kompetente Beratung und ein entspanntes Umfeld für Ihren Vierbeiner.