Hund

Coming out: wenn Hunde ihre Gefühle entdecken

Jahrelang war die Welt in Ordnung. Unser Jack Russell-Terrier Wilhelm* und Kassandra*, die süße Border-Collie-Dame aus der Nachbarschaft, waren unzertrennlich, tobten zusammen auf dem Hundespielplatz und teilten sich sogar ihre Kauknochen und Hundespielsachen. Ein echtes Hunde-Traumpaar, ein Herz und eine Seele. Wie dachten schon an Welpen! Doch dann, eines Tages, änderte sich alles. [read more=“hier klicken zum weiterlesen“ less=“weniger“]Mit einem Schlag. An einem sonnigen Vormittag im Januar, ich las auf der Bank am Hundespielplatz gerade gelangweilt ein paar bento-Nachrichten auf meinem Tablet und suchte nach Pokemon-Go-Monstern ;-), tauchte plötzlich, Balu auf. Aus heiterem Himmel. Ein stattlicher Berner Sennenhund im besten Hundealter, vielleicht 5 Jahre alt …

Hunde-Liebe auf den ersten Blick

Sein schönes Fell glänzte beeindruckend in der Frühjahrs-Sonne, die Augen funkelten klug. Wilhelm blieb wie elektrisiert stehen, hob eine Pfote und jaulte zur Begrüßung wie ein Wolf im Mondenschein. Es war klar: das ist echte Hundeliebe, Romantik pur, die ganz große Nummer :-). Mit wedelndem Schwanz liefen die beiden aufeinander zu, beschnupperten sich und liefen wie wild von einem Ende der Hundewiese zur anderen. Seitdem ist Kassandra abgemeldet. Wilhelm hat nur noch Augen für Balu, und umgekehrt. Für meine Lebenspartnerin Kuhnhild* und mich begann eine Phase der Verunsicherung, wie sie bestimmt viele Hundehalter kennen. Symptome: Stress, Herzrasen und ein trockener Mund.

Bange Fragen und Rat von der Hunde-Expertin

Wie gehen wir mit den Gefühlen unseres Hundes um? Können wir hier noch unseren Einfluss als Hunde-Eltern geltend machen? Oder gelten die Gesetze des Laissez-faire, des Anything goes und der freien Liebe? Nach einigen Tagen des Grübelns konsultierten wir schließlich eine erfahrenen Hundepsychologin. In einem zweistündigen Beratungsgespräch, an dem natürlich auch Wilhelm teilnahm, gab die Expertin Entwarnung, spendete Trost und lieferte konkrete Handlungsempfehlungen: “Hundeliebe ist etwas schönes und sollte so akzeptiert werden wie sie ist, wenn niemand darunter leidet und beide Seiten damit einverstanden sind!“ gab sie uns mit auf den Weg.

Seitdem gehen wir ganz entspannt mit den Gefühlen unseres Hundes um, akzeptieren neue Bindungen. Und freuen uns, wenn Wilhelm und Balu eine Herz und eine Seele sind. Denn was gib es schöneres als echte Hunde-Freundschaft?

„Ich kenne eigentlich erstaunlich viele Hundehalter, die offen mit den Gefühlen ihrer vierbeinigen Freunde umgehen. Aber es gibt auch welche, die das Verhalten und die Emotionen ihrer Hunde peinlich finden und tabuisieren. Das sollte nicht sein, denn wir leben schließlich in einer freien, demokratischen Gesellschaft und jeder Hund hat eine eigene Persönlichkeit!“

Mirko F.* (Hundetrainer)

* Alle Namen von der Redaktion geändert

 

W.Schaube, richard, „punch drunk“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
Alle Bild stammt aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de

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Hundepflege

Bereits in der Steinzeit begannen die Vorfahren unserer Hunde, sich in der Nähe der Menschen aufzuhalten und auch umgekehrt nahm man deren Nutzen wahr. Der Mensch begann, den  Hund nach seinen Vorstellungen und Bedürfnissen zu formen. Heraus kamen unzählige Rassen mit den verschiedensten Merkmalen. Doch eines haben alle Arten gemeinsam: Sie sind seit Jahrtausenden die besten Freunde des Menschen. Da ist es selbstverständlich, seinem Liebling etwas Gutes zu tun.

Wellness für Hunde heißt, sein Tier in allen wichtigen Lebensbereichen optimal zu versorgen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei zunächst die Ernährung. Eine hochwertige und auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmte Hundenahrung fördert ein gesundes und langes Leben. Achten Sie vor allem auf Qualität und die Zusammensetzung des Futters. Zutaten wie Zucker, Salz oder chemische Zusatzstoffe tragen nicht gerade zum Wohlbefinden des Hundes bei. Grundsätzlich erhält der Hund durch ein artgerechtes, handelsübliches Futter ausreichend Vitamine und Mineralien, wie Kalzium oder Magnesium, sowie Spurenelemente, wie Jod oder Eisen. Bestimmte Umwelteinflüsse oder Krankheiten machen jedoch manchmal eine Nahrungsergänzung notwendig. Ebenso müssen Hundehalter bei der selbständigen Herstellung von Hundenahrung oftmals auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen und diese in der richtigen Menge dem Futter beimischen. Aufgrund der Komplexität dieses Themas sollten Sie zum Wohle Ihres Hundes einen Tierarzt oder Fachberater zu Rate ziehen, da nicht nur eine Unterversorgung sondern auch ein Übermaß eben dieser Nahrungsergänzungsstoffe dem Tier schaden kann. An dieser Stelle sei auch auf die Wichtigkeit einer regelmäßigen Entwurmung hingewiesen. Nur ein gesunder, entwurmter Hund kann die Nährstoffe des angebotenen Futters optimal verwerten.

Die Auswahl der richtigen Hundenahrung steht immer auch in Zusammenhang mit der Zahnpflege des Hundes. Kräftige, gesunde Zähne fördern das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners und unterstützen auch langfristig die Tiergesundheit. Wellness bedeutet hier Pflege für die Zähne in Form von regelmäßigen Zahnsteinkontrollen, der Gabe von zahnpflegenden Kauknochen und einer gesunden Ernährung. Falls Ihr Hund es sich gefallen lässt, können Sie ihm auch mit einer speziellen Zahnpasta die Zähne putzen.

Die Haut stellt das größte Organ des Menschen dar. Berührungen und Massagen der Haut empfinden wir als besonders wohltuend. Auch für Ihren Hund bedeutet Fellpflege mehr als nur das übliche Baden und Bürsten. Neben der Förderung der Gesundheit Ihres Tieres bietet die Fellpflege zahlreiche Kontaktmöglichkeiten zwischen Hundebesitzer und Tier. Positive Erlebnisse, wie etwa eine ausgiebige Massage, fördern die Bindung des Tieres an seinen Halter und regen die Durchblutung der Haut sowie die wichtige Talgförderung an. Ein glänzendes Fell ist immer ein gutes Zeichen für einen gesunden, sich wohl fühlenden Hund. Heutzutage stehen für jede Hunderasse, egal ob langes, krauses oder kurzes Haar, verschiedene Shampoos und Pflegeprodukte zur Auswahl. Wenn Sie Ihren Hund baden, sollten Sie in jedem Fall auf milde, rückfettende Substanzen im entsprechenden Pflegeprodukt achten.

Auch regelmäßiges Bürsten und Kämmen sollten in den Hundealltag integriert werden. Besonders wenn der Fellwechsel ansteht, muss das Hundehaar von alten Haaren und Verfilzungen freigehalten werden, um einen Parasitenbefall zu vermeiden. Vor allem sensible Bereiche wie Ohren, Augen und Pfoten einschließlich der Krallen bedürfen Ihrer Aufmerksamkeit. Fremdkörper, zu lange Krallen oder Haare im Augenbereich können das Wohlbefinden des Hundes erheblich beeinträchtigen. Bei bestimmten Hunderassen muss das Fell getrimmt werden, da der natürliche Fellwechsel nicht mehr stattfindet. Hierbei werden mittels eines speziellen Trimmmessers oder durch Auszupfen mit der Hand überschüssige Haare aus dem Fell entfernt. Bei einem Parasitenbefall der Haut sollte in Absprache mit dem Tierarzt auf geeignete Mittel zur Schädlingsbekämpfung zurückgegriffen werden. Nichts ist schlimmer für einen Hund als ein ewig juckendes Fell. Zudem kann es zu gefährlichen Entzündungen kommen. Bei einem Hund mit anspruchsvollem Fell macht ggf. der Besuch eines professionellen Hundesalons Sinn. Achten Sie auf kompetente Beratung und ein entspanntes Umfeld für Ihren Vierbeiner.